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klrxT.

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klrxT.

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Ein gewaltiger Falter.
Ein Schmetterling.
Eigentlich nicht mein Ding, die Tiere –
aber dieser war anders.
Blauschwarz.
Und deswegen besonders.

Ein schwarzer Schmetterling
sitzt an der Decke über meiner Wohnungstür.

Das ist jetzt ein paar Wochen her.
Die dürren Beinchen –
ich erkenne vier-
seitwärts ausgestreckt.

Auf Zehenspitzen näher ich mich ran.
Der tiny Körper,
wie ein Knoten,
mit zarten Härchen dran.

Die Flügel geschlossen.
Ein Gewand wie aus Samt
wirft einen Schatten
an die Wand.

Sofort bin ich unentschlossen.
Aber das kenn ich schon von mir.

Zwischen Ekel und Faszination
starre ich auf das Getier.
Ich stehe da und finde es bizarr –
das flauschige Haar
und dieses schuppig schwarze Flügelpaar.

Ich stolperte rückwärts,
wenn er sich bewegen würde –
plötzlich –
mit einem Flügelschlag.

Und frag mich,
wie gestresst mein Gehirn sein kann.
Und was ein kleines Insekt vermag –
mit einem Gewicht
von vielleicht zwei Gramm.

Aber der schwarze Schmetterling
bewegt sich nicht.

Nicht heute.
Nicht morgen.
Nicht in der nächsten Zeit.

Isoliert.
Fast wie eingefroren.
Oder einfach noch nicht bereit –
für was auch immer.

Eine Woche später.
Er sitzt noch da.

Wieder näher ich mich an.
Und dämonenhaft
zieht das kleine Wesen
mich in seinen Bann.

Sein schwarzes Flügelpaar –
ich schaue genau hin –
erinnert an einen flachen Stein.
Einen ungeschliffenen Turmalin.

Ich fotografier das Tier.
Und auf dem Bild
ist seine Präsenz
plötzlich weniger.

Aber er hängt noch,
wie betäubt –
schwarz auf weißer Zimmerdecke.
Sein Flügelschatten in der Ecke.

Ich recherchiere über die Bedeutung
eines schwarzen Schmetterlings.

Allerdings
man mag es wollen oder nicht –
ist es wie immer Auslegungssache.
Und keine unbedingte Glaubenspflicht.

Okay, denk ich –
dann hab ich die Wahl.

Schwarze Schmetterlinge.
Egal welches Alter.
Ob Tages- oder Nachtfalter –
so heißt es:
Sie erinnern daran,
dass selbst die dunkelste Zeit
zu einer hellen
und wunderschönen
werden kann.

Eine Verwandlung ist vielleicht gemeint.
In einer schweren Zeit.
In dunklen Zeiten.
Die uns begleiten.
Uns im Wege stehen.
Wenn wir den inneren Kern nicht mehr sehen
nicht mehr fühlen.

Weil wir isoliert sind.
Betäubt vom Leben
Vom Ich-muss
das Beste geben.
um weiter zu existieren.
Noch mehr investieren.

Aber es reicht nicht.
Weil es nicht gut genug
und nicht einfach und leicht ist.
Alles zu erreichen.
Dafür: Selbstbetrug.

Alle Pflichten erfüllen.
Bedürfnisse anderer stillen.
Im Zweifel gegen den eigenen Willen.

Gegen. Meinen. Willen.
Dinge vortäuschen,
die nicht echt sind.
Um anderen gerecht zu werden,
die nicht gerecht sind.

Enttäuschungen hinnehmen –
und selbst enttäuschen.
Ein Geben und Nehmen
wie in geschätzten Lebensläufen.

Gegen. Meinen. Willen.
Subtil. Ohne Lärm.
Wickelt sich das Seil
weiter um den Kern.

Schnürt ihn zu.
Wie der fasrige Knoten
damals an meinem Kinderschuh.

So fest zugezogen,
selbst Knotenmutter
mit ihren Trennmethoden
hat betrogen
und ihn einfach abrissgerissen.

Aber –
das Karma ist verbissen.
Und es rächt sich.
Besonders, wenn es schlecht ist –
sagt man.
Und irgendwann
sind wir vielleicht alle dran.

Nein.

Die Präsenz des schwarzen Schmetterlings
steht nicht für schlechtes Karma.
Das ist nicht meine Interpretation.

Transformation.
Vielleicht als Weg aus der Isolation.
Aus der Schockstarre.
Wo alles Unklare neue Gestalt annimmt.

Ich NEIN schreie an meinem Hochzeitstag.
Und zwar selbstbestimmt.

Der betäubende Schlaf
im Licht verschwimmt.
Zum Erwachen führt, 
wenn der Schmetterling
den Kern
mit seinen Flügeln berührt.

Aber dafür müsste er frei sein
aus der Schlaf-Gefangenschaft
des Knotens.

Ergibt das Sinn? –
Ich weiß es nicht.
Und ich bin auch nicht Dornröschen.

Dafür bin ich zu alt.
Und der Knoten zu haarig.
Sitzt zu fest.

Und es kommt keine Knotenmutter
in Gestalt
eines Prinzen.
Die den kratzigen Knoten
mit einem Schwert durchtrennt.

Zum Glück.
Denn das entspricht nicht
dem Zeitgeist.
Und beweist:

Niemand
will heutzutage
noch einen Prinzen.
Den würden alle wegblinzeln.

Denn wenn ich es mir wert bin,
weil ich mein eigenes Schwert bin –

meine Knotenmutter,
die den verirrten Kern befreit
und nicht abreißt –

mein Leben,
das heißt
meine Entscheidung.

Meine Transformation.
Mein eigenes Kind.
Mein Sohn.

Alles ist Auslegungssache.
Und trotzdem: Es schenkt Vertrauen.

Und ich will –
wie es sich darstellt –
jetzt einfach mal glauben.

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-KlrxT ɣ ❤︎

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